#1: «ZBPR» – Zeitschrift für Bau- und Planungsrecht

Fallstudie 1 | «Digital Legal Marketing», Tobias Steinemann, im Rahmen des CAS Legal Tech (HWZ)

Themen
Publikationsdatum
05/2021
#1: «ZBPR» – Zeitschrift für Bau- und Planungsrecht

Sachverhalt

Unter dem Namen Schweizer Bau- und Planungsrecht (SBPR) besteht ein Verein nach Schweizer ZGB. Der Verein ist Herausgeber der quartalsweise erscheinenden «Zeitschrift für Bau- und Planungsrecht» (ZBPR) sowie Veranstalter von diversen Weiterbildungsveranstaltungen in diesem Bereich. In den Statuten steht, dass sich der Verein für die Weiterentwicklung des Bau- und Planungsrechts einsetzt und den Dialog zwischen den verschiedenen Interessengruppen in diesem Bereich fördern möchte. Die Gründer*innen verstanden den Zusammenschluss als zentrale Plattform und Kompetenzzentrum in diesem Bereich.

Das lief lange Zeit sehr gut. Die Zeitschrift wurde zur Standardliteratur aller Baurechtlerinnen und (Raum-)Planer.  Die Veranstaltungen waren gut besucht. Und jede berufstätige Person in diesem Bereich war Mitglied beim SBR.

In den letzten Jahren lief – aus unerklärlichen Gründen – vieles nicht wunschgemäss.

  • Heute zählt der Verein nur noch knapp 100 Mitglieder – Tendenz: abnehmend.
  • Die Zahl der Abonnent*en der ZBPR ist zwar weiterhin relativ stabil
  • Bei den Anwaltskanzleien und Gerichten stehen die Hefte nach wie vor in der Bibliothek. Ob die Anwält*innen die Inhalte auch lesen, weiss die Redaktion nicht.
  • Trotzdem ist es für die Redaktionsleitung zunehmend schwierig, Autor*innen für die Zeitschrift zu gewinnen.
  • Der Produktionsprozess für das aufwändig gedruckte Heft ist bereits im traditionellen Format (Druck) sehr teuer.
  • Aus diesem Grund ist der Vorstand auch immer vor einer Digitalisierung des Produkts zurückgeschreckt.
  • Auch die Veranstaltungsorganisation lohnt sich für den Verein nicht mehr so wie früher. Obwohl man nichts geändert hat. Nach wie vor finden die Veranstaltungen in Zürich im Hotel Schweizerhof direkt am HB statt. Leider gehen zunehmend weniger Anmeldungen im Sekretariat des Vereins ein. Der Druck und der Versand der Anmeldetalons, die der Zeitschrift beigelegt und auch in einem separaten Postversand verschickt werden, kosten den Verein jedesmal ein kleines Vermögen.

Der Vereinsvorstand ist besorgt und möchte etwas unternehmen. Vereinspräsident Peter Münster kontaktiert euch mit dem Wunsch, den Verein SBPR wieder zu einer nationalen Plattform zu machen, die die ursprünglich geplante Zentrumsfunktion ausüben kann.

Fragen

  1. Welche Zielgruppen hat der Verein SBPR?
  2. Welche Bedürfnisse haben diese Zielgruppen im Hinblick auf den Kontakt und die Angebote des Vereins SBPR?
  3. Wie wirken sich diese Bedürfnisse auf das bestehende Angebot aus? Welche Anpassungen an den bestehenden Angeboten sollte der Verein SBPR prüfen und warum?
  4. Erkennt ihr Synergien zwischen den verschiedenen Angeboten des Vereins? Gibt es allenfalls neue zusätzliche Angebote, die der Verein prüfen konnte?
  5. Welche digitalen Kommunikations-Massnahmen erscheinen euch sinnvoll und wieso? Welche Zielgruppen erreicht ihr wo und mit welchen Inhalten?
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