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3/10/2018
by Tobias Steinemann
Chancen und Risiken der Digitalisierung: Der Bund lanciert Forschungsprogramm «Digitale Transformation»
Was für uns Schweizerinnen und Schweizer bei der Digitalisierung rausspringt.

Vor knapp zwei Wochen hat der Bundesrat entschieden, ein neues Nationales Forschungsprogramm mit dem Titel «Digitale Transformation» zu lancieren. Dafür wird ein Budget von 30 Millionen Franken bereitgestellt. Der Bund möchte mit diesem Programm «Wissen über die Chancen und Risiken für die Digitalisierung für die Gesellschaft und Wirtschaft» erarbeiten. Dabei sollen die Schwerpunkte auf folgenden drei Themenbereiche liegen:

  1. Bildung, Lernen und digitaler Wandel
  2. Ethik, Vertrauenswürdigkeit und Governance
  3. Digitale Wirtschaft und Arbeitsmarkt

In der Medienmitteilung des Bundesrats vom 21. September 2018 heisst es, dass es ein Ziel des Programms sei die notwendigen Voraussetzungen für die erfolgreiche Bewältigung der Transformation in die digitale Welt zu verstehen. Zweifellos ist das eine gute Idee. Es erstaunt etwas, dass ein solches Programm derart spät kommt. Viele Wirtschaftszweige beschäftigen sich schon seit langer Zeit mit diesem Thema. Zahlreiche Jobs sind aufgrund der bereits erfolgten Automatisierung entweder verschwunden oder haben sich grundlegend verändert. Viele Unternehmen – auch KMUs – sind dem digitalen Wandel ausgesetzt und mussten sich teilweise neu erfinden, um auf dem Markt bestehen zu können. Fragt mal die Detailhändler... Ein einfacher Spaziergang durch die einstigen Shopping-Strassen der Städte genügt, um festzustellen, dass da nichts mehr so ist, wie es noch vor 5 oder 10 Jahren einmal war. 

Der Bund nimmt sich diesem Thema nun vertiefter an. Lobenswert ist, dass auch die Risiken entsprechend berücksichtigt werden sollen. Wo Facebook-Daten missbraucht oder Firmendaten gehackt werden, ist dies sicher eine sinnvolle Haltung. Trotzdem bleibt zu hoffen, dass die Bedrohung durch grosse Datensammler wie Google, Amazon und eben auch Facebook nicht zu Regulierungen führt, die am Ende auch die Innovation behindern, weil die kleine Startups die grossen Hürden nicht nehmen können.

Wir glauben an die positiven Aspekte der Digitalisierung. Und wir glauben auch fest daran, dass in der Schweiz die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewältigung der damit verbundenen Herausforderungen hervorragend sind. Wir verfolgen die Bestrebungen des Bundes mit grossem Interesse und freuen uns darauf, als Beratungsunternehmen im Bereich juristischer und unternehmerischer Prozesse einen wichtigen Teil zur digitalen Transformation beizutragen.

Im Bereich juristischer Dienstleistungen gibt es viele innovative Unternehmen mit tollen Produkten. Mit der Hilfe der richtigen Technologie sind Juristinnen und Juristen zunehmend in der Lage, sich auf ihre Kernkompetenz und die spannenden Aspekte ihrer Arbeit zu konzentrieren. Die Kundschaft muss nicht mehr für repetitive Arbeitsschritte bezahlen, für die es die Anwältin oder den Anwalt eigentlich gar nicht braucht. Technologie hat weitere Vorteile. Ein Computer verarbeitet Daten bekanntlich viel schneller und präziser als wir Menschen. Die richtige Software bringt zusätzliche Erkenntnisse (Business Intelligence): Wer sein eigenes Business und den Markt darum herum besser versteht, der kann die eigene Dienstleistung auch entsprechend besser anpassen. Insbesondere bei strukturierten Prozessen (bspw. in den Bereichen M&A, Vertragsverwaltung und Compliance) gibt es bereits sehr gute und hilfreiche Tools.

Digitalisierung bedeutet Vorsprung. Das gilt gerade in der Welt der Juristinnen und Juristen. 

Hast Du Fragen oder Kommentare zu diesem Thema? Wir diskutieren immer gerne darüber. Contact: hello@headstarterz.com