Connect
Shutdown-Diary: Tag 1
Der Shutdown beginnt. Die Snackbar ist gut gefüllt. Eine anständige Hose ist montiert. Die Moral stimmt!

Shutdown: Die Schweiz fährt runter

Nun ist es also Tatsache. Der öffentliche Betrieb steht still. Seit heute Nacht gelten in der Schweiz noch strengere Regeln. Mindestens einen Monat müssen wir nun auf Vieles verzichten. Kein kühles Bier in einer Bar nach der Arbeit. Keine Kaffeekränzchen mit Freunden. Kein grünes Curry beim Lieblings-Thai. Keine Besuche von Freunden im Elsass. Kein Shopping in den Läden.

Der Virus legt alles lahm. Er bedroht die Gesundheit der vulnerablen Bevölkerung. Er dominiert die Schlagzeilen der Zeitungen. Auch auf in den sozialen Medien gibt es kaum mehr einen Post, der sich nicht in irgend einer Form mit dem Virus beschäftigt.

Wir sind mittlerweile alle zu Hause angekommen. Wir haben verstanden, dass wir die Kurve abflachen müssen, um das Tempo der Verbreitung zu verlangsamen. Es ist uns klar, dass das Gesundheitswesen in den kommenden Wochen bis an die Grenzen und darüber hinaus getestet wird. «Bleibt zu Hause!», «Rettet Leben!» oder #staythefuckhome - die Auf- und Ausrufe werden lauter.

Shutdown: Halten wir uns dran.

Schauen wir aber auch vorwärts. The Show Must Go On! Und das Arbeitsleben ebenfalls. Auch das rettet Leben (#dothefuckbusiness?). Nur weil wir zu Hause sind, bedeutet das keineswegs Stillstand!

Warum das Home Office auch etwas Bewegendes hat:

  1. Wir können uns - vorausgesetzt, die Kinder sind irgendwie beschäftigt - auf unsere beruflichen Aufgaben konzentrieren. Keine Ablenkung durch «Laufkundschaft» oder laute Telefonate in Grossraumbüros. Wir können unsere Projekte vorantreiben. Unsere Arbeit erledigen. All das, was sonst zu kurz kommt. Vieles davon lässt sich auch remote umsetzen. Nutzen wir die Zeit und Energie dafür!
  2. Ein Szenenwechsel bewegt. Es ist anregend, sich zwischendurch neuen Einflüssen auszusetzen. Das hilft dabei, verstaubte Automatismen und Prozesse vielleicht mal wieder zu hinterfragen und anders anzudenken. Viele werden im Anschluss an den Shutdown nicht mehr gleich arbeiten (müssen).
  3. Die kollektive Distanz kann eine temporäre Gemeinschaft und Solidarität generieren. Menschen stehen zusammen wenn es schwierig wird. Der Shutdown trifft uns alle. Vergessen wir nicht, dass wir nicht alleine sind.

Natürlich haben Migros und Coop eine andere Sicht auf den Virus als Coiffeur-Läden, Döner-Buden, Kulturschaffende, Investmentbanker*innen oder Glacéverkäufer*innen. Wenn wir alle irgendwann genug Klopapier gekauft und alle Vorratskammern mit Pasta gefüllt sind, können wir uns vielleicht auch wieder dem Leben widmen.

Die aktuelle Verlangsam verschafft auch Raum, um an andere zu denken. Dieser Shutdown trifft viele hart. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie wir die Geschäfte, Kaffees und Bars unterstützen können. Mein Tipp: Schaut euch deren Webseiten an. Folgt den Unternehmen auf Social Media. Ich bin sicher, da wird in den kommenden Tagen einiges an Kreativität freigesetzt.

HeadStarterz ist eingerichtet

Bei HeadStarterz waren wir schon immer sehr flexibel und räumlich relativ frei. Die Umstellung durch «Social Distancing» sollte also reibungslos ablaufen. Dennoch ist es auch für HeadStarterz eine grosse Umstellung. Das Team nur noch über Zoom zu sehen, ist natürlich nicht ideal. Das gemeinsame Feierabendbier schmeckt am Screen nur halb so gut. Auch der persönliche Kontakt zu unseren Kund*innen wird uns fehlen. Die vielen fruchtbaren Gespräche setzen wir bis auf Weiteres auf digitalem Weg fort. Gerne stehen wir dafür auch zu Randzeiten und am Abend zur Verfügung.

Wir sind guten Mutes, dass auch aus dieser grundsätzlich lähmenden Situation, Positives entstehen kann!

Der Kaffee hat geweckt. Die Snackbar ist gefüllt. Die Hose montiert. Die Moral stimmt. Wir sind bereit, um auch in dieser Zeit, viel zu bewegen.