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14/11/2018
by Tobias Steinemann
Marketing
Anwälte und digitales Marketing? Passt das? Na klar: Wie die Faust auf's Auge!
Vier Gründe, warum Anwälte alle Voraussetzungen für wirksames, digitales Marketing mitbringen.

Was ist digitales Marketing und wie grenzt es sich von Sales und Business Development ab? Hier findest Du weitere Informationen und eine Klärung der Begriffe.

Egal, was die anderen denken: Anwaltskanzleien sind gemacht für's Bloggen

Als Anwalt hört man immer wieder mal, dass die Leute eigentlich am liebsten nichts mit Dir zu tun haben wollen. Diese Aussagen kommen teilweise ganz klar und deutlich. Oft sind sie aber auch verpackt in scherzhaften Kommentaren oder kumpelhaften "Ohje, der Anwalt wieder". Diese Abneigung kommt überraschenderweise nicht nur von den hohen Rechnungen. Andere Vorwürfe wie Streitsucht, Opportunismus oder zuviel Fachsimpelei gehören auch dazu. Manche Leute scheinen zu glauben, Anwältinnen und Anwälte seien der menschlichen Kommunikation ungeeignet.

Obwohl sonst in der Regel mit einem gesunden Selbstvertrauen ausgestattet, werten sich Anwältinnen und Anwälte in diesem Bereich mittlerweile sogar selber gerne ab. Insbesondere wenn es ums Bloggen geht. Viele Kanzleien glauben, dass ihre eigenen Leute dieses kommunikative Medium nicht nutzen können. Sie verzichten daher darauf, in ihrem Marketing auf dieses wichtige Tool zu setzen. Haben wir Juristen der Gesellschaft etwa gestattet, uns die Fähigkeit zur Kommunikation ausserhalb des Fachjargons abzusprechen? Hoffentlich nicht. Bei HeadStarterz glauben wir nämlich fest daran, dass Anwaltskanzleien eigentlich über die perfekten Grundvoraussetzungen für die Betreibung von spannenden und lesenswerten Blogs verfügen! Here's why:

1. Anwaltskanzleien haben spannenden Content für die Betreibung eines Blogs

Blogs leben vom Inhalt. Content is King. Nur wer interessante Beiträge postet, der kann auch eine Leserschaft aufbauen. Google liest zwar alles, kann aber nicht entscheiden, was effektiv interessant ist. Der blosse Verweis der Suchmaschine bringt zwar Traffic und Clicks, aber hält den User nicht auf der Webseite. Wenn ich auf einem Blogpost lande, dann lese ich nur solange es spannend ist. Den Leserinnen und Lesern müssen also coole Inhalte im Blog präsentiert werden.

Juristen lesen zwar viel Bücher und verbringen viel Zeit hinter dem Computer. Trotzdem beschäftigen sie sich täglich mit Menschen und echten Lebenssachverhalten. Kanzleien sind am Puls von vielen spannenden Inhalten, die sie mit ihrer eigenen Klientschaft erleben. Anwältinnen und Anwälte sind in der Regel über das eigene Büro hinaus informierte und interessierte Personen mit einem guten Netzwerk und einer Präsenz an diversen Events. All das sind Quellen für Content, aus dem sich spannende Geschichten ergeben.

Für Anwältinnen und Anwälte mögen diese Geschichten alltäglich sein. Für uns sind sie es nicht. Wir wollen diese Stories hören! Wenn sie es richtig verpacken, hätten Anwaltskanzleien einen beachtlichen Fundus an Content, der sich perfekt für einen Blog eignen würde.

2. Wie gestalte ich einen Blogpost? Anwälte können schreiben!

Viele Blogs sind heute noch schriftlich. Das kommt den Juristen entgegen. Die sind es sich gewohnt, sich schriftlich auszudrücken. Natürlich heisst das nicht, dass jede und jeder einfach so gute Blogposts verfassen kann. Das unterscheidet sich im Stil ganz wesentlich von klassischen, juristischen Inhalten. Ein Blog wie eine Scheidungsklage? Nicht ideal... Aber: Bloggen ist Schreiben. Und wer das schon gut kann, der ist im Vorteil. Die Anpassung auf das oft etwas informellere Blog-Format braucht vielleicht etwas Übung, aber wird in der Regel gelingen. Probiert es aus!

3. Anwältinnen und Anwälte vertreten Meinungen - Blogs sind Plattformen genau für diesen Zweck.

Ich habe es schon erwähnt: Viele glauben, Anwältinnen und Anwälte streiten gerne. Ich drücke das so aus: Sie vertreten Meinungen.

«Blog» entstammt dem Begriff «Weblog». Das waren Webseiten mit einem tagebuchartigen Stil, wo Menschen diskutiert oder über Themen informiert haben. Heute hat der Blog zwar viele Gesichter, aber eigentlich haben wir uns nicht so weit davon entfernt. Es sind nach wie vor Plattformen, die sich für eine Meinungsvertretung eignen. Leserinnen und Leser verfolgen Experten-Blogs gerade weil sie die Einschätzungen und Auffassungen der Autoren interessiert. Sie sind eine Quelle der Information. Es braucht also Schreibende, die sich trauen, eine Meinung zu haben, diese zu begründen und zu vertreten. Das ist nichts Neues für Juristen. Warum sollten sie das nicht auf einer neuen Plattform können? Auch in diesem Punkt sind Anwältinnen und Anwälte folglich ideale Blogger.

4. Sich online positionieren - in einem personenbezogenen Business unumgänglich

Das Anwaltsbusiness ist ein personenbezogenes Geschäftsfeld. Die Beziehung eines Klienten zu seiner Anwältin ist geprägt von grossem Vertrauen. Je mehr ich über einen Anwalt weiss, desto besser kann ich als Klient einschätzen, ob ein solches Vertrauen entstehen kann. Für eine Kanzlei ist der Blog ein wertvolles Medium, um sich und die eigenen Expertinnen und Experten zu positionieren. Das Publikum erhält die Möglichkeit, sich ein besseres Bild über die Autoren zu machen. Bereits vor dem Erstkontakt kann die Kanzlei so der eigenen Zielgruppe einen Zugang zu den Personen gewähren.

Der Anwältin und dem Anwalt dient der Blog zur Positionierung. Kanzleien sind auch aus diesem Grund wie gemacht fürs Bloggen. Sie bringen ein Bedürfnis mit, das mit den Mitteln des digitalen Marketings gestillt werden kann.

Fazit

Wir werden künftig eine weitere Zunahme von bloggenden Kanzleien sehen. Die Vorteile im Bereich des digitalen Marketings sind schlichtweg zu gross, um sie zu ignorieren. Die Eintrittshürde ist nicht hoch. Vor allem nicht für Anwaltskanzleien. Diese bringen alle notwendigen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Blog mit.

Bleibt noch die eingangs aufgeworfene Thematik, dass wir Juristen nicht kommunikativ genug seien. Liebe Leute, falls ihr mal schlechte Erfahrungen mit einem Anwalt oder einer Anwältin gemacht habt: Das kann passieren. Es gibt tatsächlich ein paar... sagen wir mal: «spezielle Charaktere» in der Anwaltschaft. Das betrifft aber die Gesellschaft aber eigentlich nur am Rande. Denn: Die meisten Leute, die schlechte Erfahrungen mit Anwälten machen, dürften selber Anwälte sein. Die haben ja ständig miteinander zu tun. I've been there... Damit unterscheidet sich die Anwaltslandschaft nicht von jeder anderen Branche. Ich kenne niemanden, der sich noch nie über eine Handwerkerin, einen Polizisten, eine Ärztin oder einen Service-Angestellten im Restaurant geärgert hat. Kein Grund also die juristische Branche als Ganzes zu verunglimpfen.

Wir haben in den vergangenen Monaten viel zum «Bloggen» kommuniziert. Letzte Woche haben wir unseren ersten Workshop zu diesem Thema für Anwältinnen und Anwälte in Basel durchgeführt. Neben Grosskanzleien aus Zürich haben dort auch kleinere Büros aus Luzern und Basel teilgenommen. Es war ein spannender Anlass, den unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch ihr Mitwirken und Erfahrungsberichte zusätzlich aufgewertet haben. Ein spezieller Dank geht auch an unsere Grafiker vom Studio w+e Basel für die superschnelle Umsetzung dieses tollen Handouts.

Blog Workshop Anwälte Anwaltskanzlei Digitales Marketing Philipp Roth Tobias Steinemann Lawfirm Handout Design

Wer sich ebenfalls für die Möglichkeiten des digitalen Marketings interessiert, darf sich jederzeit bei mir melden: tobias@headstarterz.com. Wir lassen euch gerne mehr Informationen zu diesem Workshop zukommen.

Finding the perfect name for a new business isn't an easy task. At the beginning of the brainstorming process, you usually produce quite a remarkable output. Within this pool of ideas, most of our proposals were... let's be honest: Not great. But a few good ideas stood out from the rest. Even within a functioning team, personal taste matters and - after a number of vetoes - the once remarkable amount of names shrunk to a handful of proposals that resonated with all of our team members. Unfortunately, after checking existing entries in the commercial registry, the trademark register and available domains, our options vanished into thin air.

Back to square one. But we soon realized that this might not be a bad thing. Our first idea turned out to be the best one: Head Start. We all agreed that it sounded great and - more importantly - that its meaning was in line with our business.

After all, our services are built and combined in a way that gives our customers a head start over their competitors. Tomorrow's success of professional service providers is determined by the way they organize their processes;

> manage their most valuable assets: their knowledge and experience; and

> communicate internally but also with the market and their target audience in particular.

> In addition to the meaning of Head Start, the two individual words are important to us.

The head is the center of intelligence and human data base for all knowledge and experience, i.e. exactly the elements we help our customers to manage. Furthermore, the head is the center of creativity, of which we as problem solvers need quite a bit.

The start is a dynamic action and therefore fits perfectly to the way we work. We don't do long reports that no one ever reads or bore people with hours of power point presentations. We prefer to roll up our sleeves and get started on developing those solutions right away. We don't waste time. Not our own and certainly not our customers'.

So, we liked the Head Start but still had to turn it into a company name. We decided to give it a modern twist and add a "z" to it. It's something not everyone has or does, which suits our style. It also shows that we are willing to take a more unusual path if it leads us to the solution. In addition, we are pragmatic: this name is unique and Google likes that!

We're very happy with our new name and think it definitely represents us correctly. Finding it was a challenge - but now we're here. We are HeadStarterz!