Webseiten für Anwaltskanzleien: Ein Prozess, der funktioniert!

Es ist ein langer Weg zu einer neuen Kanzleiwebseite. Unterwegs gibt es viele Fragen, mit denen sich Partner:innen, Counsel und Associates sonst nicht auseinandersetzen müssen. Das beginnt bereits mit der Auswahl der richtigen Agentur. In diesem Beitrag erläutern wir, was dich bei einem Webseiten-Projekt erwartet und was euer Team dazu beitragen kann, um den Prozess erfolgreich zu gestalten.

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Publikationsdatum
12/2022
Webseiten für Anwaltskanzleien: Ein Prozess, der funktioniert!

Was unterscheidet Webseiten für Anwaltskanzleien von anderen Pages?

Die Webseite einer Anwaltskanzlei muss Vertrauen schaffen – in den Brand, die Personen und deren Expertise. In der heutigen Welt ist das matchentscheidend.

Auch wenn nach wie vor viele Anwältinnen und Anwälten im Marketing stark auf persönliche Weiterempfehlungen setzen, kommt man nicht mehr darum, in eine gute Webseite zu investieren. Denn: Selbst ein potentieller Klient oder eine potentielle Klientin, die eine Empfehlung erhalten hat, wird vor einer Kontaktaufnahme deine Webseite konsultieren.

Deine Targets wollen sich selber überzeugen. Der Internetauftritt fliesst in jedem Fall in den Entscheidungsprozess mit ein.

Klient:innen überdenken die Auswahl des Anwalts meist sehr sorgfältig. Es handelt sich nicht um einen impulsiven Kauf, wie bspw. der Kauf eines Turnschuhs bei Zalando. Deine Webseite muss das für den Kaufentscheid massgebende Vertrauen folglich mit generieren.

Eine weitere Besonderheit ist, dass wir eine Kanzleiwebseite oft unterschiedlichen Zielgruppen begegnet. Jede Practice Group hat eigene Targets mit spezifischen Bedürfnissen, die auf der Webseite adressiert werden müssen. Das stellt insbesondere Full Services Firms vor grosse Herausforderungen. Zudem darf auch das Employer Marketing nicht vergessen gehen: Die Mitarbeitenden sind eine wichtige Zielgruppe im Geschäftsmodell einer Anwaltskanzlei und damit Adressat:innen der Inhalte auf der Webseite.

Der erfolgreiche Weg zur Kanzleiwebseite: So geht's

Vor dem Start der Neuprogrammierung einer Webseite sollten die nachfolgenden Themen fundiert diskutiert werden. Bei Bedarf stehen Agenturen in der Regel bereits in diesem Stadium als externe Expert:innen unterstützend zur Seite. Stellt euch vorab folgende Fragen:

  • Das grosse Ganze: Beginnen wir direkt mit der Umsetzung der Webseite oder gibt es noch weitere Themen (z.B. Auffrischung Branding) zu klären?
  • Ziele: Jedes Webseiten-Projekt verfolgt (Marketing-)Ziele. Woran würde euer Team im Anschluss an das Projekt feststellen, ob es ein erfolgreiches Projekt war?
  • Die Ausgangslage: Schaut euch die aktuelle Webseite an. Was funktioniert? Was nicht?
  • Anforderungen definieren und priorisieren: Welche Anforderungen an die neue Webseite haben wir? Und welche dieser Anforderungen sind wie wichtig?
  • Erwartungshaltung: Neue Webseiten kosten Zeit und Geld. Kanzleiwebseiten gibt es ab ca. CHF 30'000 und die Umsetzung dauert in der Regel mindestens ein halbes Jahr. Für grössere Anwaltskanzeleien mit komplexeren Seiten kann es deutlich teurer werden und auch mehr Zeit beanspruchen. Pages für Einzelmasken oder ganz kleine Teams hingegen sind oft weniger komplex und daher auch schon günstiger zu haben.
  • Content Marketing: Eine neue Webseite sollte nicht nur eine schöne Visitenkarte sein. Digitales Marketing funktioniert nur mit Inhalten. Diese helfen dir, deine Ziele zu erreichen. Es lohnt sich folglich, frühzeitig eine Strategie für Content Marketing zu schaffen.
Darum passt das digitale Marketing so gut zu Anwält:innen!

Auswahl der richtigen Agentur

An verfügbaren Angeboten mangelt es nicht. Aber wie wählt man die richtige Agentur aus? Wir empfehlen dir, dich für eine Partnerin zu entscheiden, die schon ähnliche Projekte umgesetzt hat. Wähle eine Agentur, die sich im Legal Marketing auskennt und die Besonderheiten der Rechtsbranche versteht. Das erhöht die Chance, dass eine Webseite entsteht, die euren Anforderungen entspricht und ihr eure Ziele erreichen könnt.

Agenturen, die Branche verstehen sind im Vorteil. Als Kund:in musst du hier dein Business nicht mehr erklären. Um Vertrauen zu schöpfen, kannst du auch erstmal ein kleineres Projekt mit einer möglichen Partner-Agentur umsetzen. Das hilft dir die Zusammenarbeit besser zu beurteilen und Sicherheit für grössere Aufgaben – wie bspw. eine neue Webseite – zu gewinnen.

Folgende weiteren Punkte solltest du im Rahmen der Auswahl ebenfalls ansprechen:

  • Datenschutz und Sicherheit: Welche Lösungen kann euch die Agentur bieten hinsichtlich des Hostings und der generellen Verarbeitung der Daten?
  • Technologie und Speed: Welche Systeme verwendet die Agentur und wie geht sie das Thema der Ladegeschwindigkeit der Webseite an? Der Page Speed ist heute ein wichtiges Element, um bei Google sichtbar zu werden. Eine gute Agentur kann dir ohne Weiteres ein paar Beispiele aus dem eigenen Portfolio zeigen.
Bei HeadStarterz setzen wir nicht nur Webseiten rechtskonform um, sondern beachten den Datenschutz auch bei daran anschliessenden Workflows (bspw. Formular-Funktionen, Datenbanken, E-Mail-Notifications, Google Fonts und viele mehr...!).

Wir haben eine Agentur gefunden – wie geht's weiter?

Agenturen sind froh, wenn die Zusammenarbeit möglichst früh klar definiert ist. Wie und in welchen Bereichen soll euch die Agentur unterstützen? Wenn du oder jemand aus deinem Team gewisse Arbeiten intern erledigen möchten (bspw. Texte schreiben), kann das frühzeitig geklärt werden.

Schritt 1: Kick-Off Meeting

An dieser ersten Sitzung sollten alle Entscheidungsträger am Tisch sitzen. Hier spielen eure Entscheidungsprozesse eine wichtige Rolle. Entscheidet ihr als ganzes Team in der Partnerschaft oder sind die Verantwortlichkeiten verteilt? Die Webseite ist heute für (fast) alle Partner:innen wichtig und sollte folglich auch alle Bedürfnisse berücksichtigen, um die Vermarktung möglichst gut zu unterstützen. Je nach Entscheidungsprozessen sind diese folglich an der richtigen Stelle einzubeziehen. Das verhindert, dass am Ende ein fertiges Projekt wieder versenkt wird, weil die Partnerschaft nicht einverstanden ist.

Wichtige Themen in diesem Meeting:

  • Ziele für die Webseite (siehe auch vorstehend zu den Vorarbeiten)
  • Branding: Welche Anforderungen bestehen an das Design?
  • Technische Anforderungen: Anbindung an Umsysteme, SEO, Analytics etc.
  • Inhalte
  • Zeitliche Planung der Umsetzung (zumindest in groben Grundzügen)

Schritt 2: Struktur der Webseite

Die Basis für eine sinnvolle Verlinkung zwischen den einzelnen Pages sowie eine effektive Nutzerführung auf deiner Webseite ist eine klare Grundstruktur. Zuerst wird also die Architektur der Webseite geklärt. Welche Haupt- und Unterseiten braucht es? Welche Inhalte werden dynamisch generiert? Welche Navigationselemente werden benötigt?

Tipp: Ein Blog ist immer eine Überlegung wert. Das ist der Antrieb für jede digitale Marketingstrategie.

So findest du deine Strategie für digitales Legal Marketing

Schritt 3: Inhalte!

Dieses Thema wird oft unterschätzt. Gerade in kleineren und mittelgrossen Strukturen herrscht teilweise noch die Idee, dass Texte intern selber verfasst werden können. Schliesslich sind sich Anwält:innen das Schreiben ja gewohnt. In gewissen Fällen kann das gut funktionieren. Erfahrungsgemäss gibt es aber zwei gute Gründe, um das Verfassen der Inhalte auszulagern:

  1. Zeit: Die Inhalte braucht es früh im Projekt und sollten sich anschliessend nicht mehr grundlegend ändern. Knackige Inhalte brauchen ordentlich Hirnschmalz. Anwält:innen fehlt es oft an den dafür erforderlichen zeitlichen Ressourcen.
  2. Expertise: Gute Texter:innen können Inhalte pointiert formulieren und auf die Zielgruppen zuschneiden. Eine Webseite profitiert enorm von Texten, die nicht im klassischen Jurist:innen-Jargon daherkommen.

Falls die Texte doch in-house geschrieben werden, beachte Folgendes: Du solltest mit den wichtigen Headlines starten und dir überlegen, ob ihr Slogans einsetzen wollt. Diese müssen zu euch passen und wirklich gut sein. Bei der Formulierung sämtlicher Inhalte solltest du darauf achten, dass die relevanten Keywords verwendet werden und die Texte trotzdem lesbar bleiben. Schreibe kurze Sätze mit positiven, aktiven Botschaften! Auf keinen Fall solltest du lange, verschachtelte Sätze verwenden.

Beachte: Die Texte bestimmen das Screendesign massgeblich mit! Je besser die ersten Inhalte sind, desto passender wird auch das Design eurer neuen Webseite.

Schritt 4: Screendesigns

Hier gehen Agenturen unterschiedlich vor. Bei HeadStarterz skizzieren wir visuelle Möglichkeiten und besprechen diese Grob-Entwürfe mit der Kundin. In diesem ersten Austausch bestimmen wir die generelle Richtung und arbeiten danach die Screendesigns in der bevorzugten Variante mit den richtigen Inhalten (siehe Schritt 3) aus.

In einer zweiten Besprechung präsentieren wir diese Designs der Kundin. Diese hat im Anschluss die Möglichkeit, Feedback zu geben. So entsteht ein Austausch zur Bereinigung der Screendesigns. Erst wenn diese passen, gehen wir weiter.

Tipp: Beim Review der Designs solltest du nicht nur auf visuelle Aspekte achten. Die Umsetzung der Nutzerführung lässt sich auf diesen Designs ebenfalls erkennen. Wo sind weiterführende Links enthalten? Welche inhaltlichen Elemente werden verbunden? Hier kannst du kritisch hinterfragen!

Schritt 5: Technische Umsetzung

Deine Kanzleiwebseite muss nun natürlich noch programmiert werden. Wenn die Designs gut durchdacht sind und sauber bereinigt wurden, bist du hier nicht mehr gross involviert. Du kannst diesen Job den fähigen Entwickler:innen überlassen. Trotzdem ist es wichtig, dass ihr genug Ressourcen bereitstellt, um die ausprogrammierte Version der Webseite ausgiebig zu testen und Fehler zu melden.

Vor dem Go-Live solltet ihr unbedingt alle Texte nochmals sorgfältig gegenlesen und alle Typos bereinigen.

Zwischenschritt: Übersetzungen

In der Schweiz kommunizieren wir gerne in mehreren Sprachen. Falls Mehrsprachigkeit ein Thema ist, muss dieses Thema unbedingt in der Planung berücksichtigt werden. Egal, ob ihr eine Lösung mit automatisierten Übersetzungen und manueller Nachbesserung wählt oder euch dafür entscheide, alle Translations manuell zu verfassen: Übersetzungen brauchen Zeit – vor allem, wenn ihr diese intern erledigt.

Schritt 6: Go-Live

Der genaue Ablauf des Launchs eurer neuen Kanzleiwebseite wird vorab abgesprochen. Was passiert abgesehen vom techbischen Switch von der alten auf die neue Page? Eine neue Webseite ist immer eine gute Gelegenheit, um Aufmerksamkeit zu generieren. Daher gilt: Unbedingt etwas Lärm einplanen, sobald alle Fehler ausgebügelt sind!

Wichtig: Zu einem guten Go-Live gehört, dass ihr eure Reputation bei Google behalten könnt. Mit der Agentur solltest du also unbedingt sicherstellen, dass die bei Google bereits indexierten Seiten umgeleitet werden. So behalten sie ihr Ranking, auch wenn sich die URL ändert.

Wie HeadStarterz helfen kann

Wir begleiten Kanzleien bei der Konzeption und der Umsetzung von Webseiten. Von der strategischen Planung über das Screendesign bis zur Programmierung erarbeiten wir alles in-house. Unser Team ist es sich gewohnt, solche Projekte in enger Zusammenarbeit effizient ans Ziel zu bringen. Du denkst über deine Webseite nach? Gerne schauen wir eure Kanzleiwebseite mit dir an und besprechen die Möglichkeiten.

Melde dich doch einfach unverbindlich bei uns.: hello@headstarterz.com

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